Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Implantation sind:  Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Fa. Friadent
- Ein entsprechendes Knochenangebot in der Breite und Höhe des implantattragenden Knochenanteils, um eine ausreichende Stabilität des Implantates ohne Gefährdung von Kieferhöhle im Oberkiefer und Gefühlsnerv im Unterkiefer zu erreichen.
- Ein ausreichend breites befestigtes Zahnfleisch im Bereich der Implantatdurchtrittstellen, um das Implantat reinigbar zu machen und entzündungsfrei halten zu können.
- Gesunde Verhältnisse in der Mundhöhle mit entzündungsfreien Zähnen und Zahnfleisch, um ein Übergreifen der Entzündung zu verhindern.
Eine gute statische und dynamische Belastungssituation mit ausreichend vielen Pfeilern, günstigen Hebelverhältnissen und das Fehlen von gewohnheitsmäßiger Überlastung (bspw. Knirschen), um die Implantate nicht zu lockern.
Dazu können Maßnahmen der dentoalveolären Chirurgie vorab nötig werden. Dies beinhaltet die Entfernung von nichterhaltungswürdigen Zähnen und die Behandlung von Zahnfleisch- und Wurzelspitzenerkrankungen. Zur Verbesserung des Knochenangebotes am Implantatlager kann die Transplantation von Knochen vor der Implantation, in Fällen mit geringer Ausprägung auch während der Implantation erforderlich werden. Dabei kommen Techniken der Anhebung des Kieferhöhlenbodens oder des Auf- oder Anlagerns von Knochen am zahntragenden Kieferkamm zur Anwendung. Wir bevorzugen im Regelfall den körpereigenen Knochen als hochwertigsten Ersatz. Dieser kann am Kieferwinkel, Kinn oder bei größerem Bedarf am Becken entnommen werden. In besonderen Fällen kann der ortständige Knochen durch ein Verfahren des langsamen Auseinanderziehens (sog. Kallusdistraktion) zur Neubildung angeregt werden. Weitere Verfahren zur Verbesserung des knöchernen Implantatlagers sind in einfacheren Fällen die Knochenregeneration unter einer Membran (Guided Tissue/Bone Regeneration) oder der Einsatz von Knochersatzstoffen, die langsam zu körpereigenem Knochen umgebaut werden. Zur Verbesserung des Weichgewebes ist unter Umständen vor oder nach Implantation die Verpflanzung von Zahnfleisch oder Bindegewebe, manchmal auch die Verlagerung von störenden Schleimhautbändern nötig. Es gibt also nur wenige Situationen, die nicht zur Implantationsfähigkeit geführt werden können. Eine eingehende Untersuchung und Beratung kann hier die nötigen Schritte aufweisen. | |
|